Drehtage

Ein Drehtag für 3 - 5 Minuten Film bedeuten meistens 5 - 8 Stunden Drehzeit. Wie ein solcher Tag mit dem Alibiguru aussehen kann, zeigen wir Ihnen hier:

Zuerst fängt alles mit der Suche nach dem richtigen Drehort und der Verkabelung an. In diesem Fall war es der schöne Volkspark in Köln bei herrlichem Wetter.  
Dann kommt die Besprechung der Szenen, Ausrichtung nach den Lichtverhältnissen und Einstellung der Kameras. 
Bild, Ton und Licht ok? Und schon gehen die ersten Aufnahmen los.  
Und wie im täglichen Alibi-Geschäft, werden auch hier Szenarien einstudiert. Allerdings mit dem Vorteil, dass jederzeit eine Szene nochmal gedreht werden kann. 
Das eigentliche Interview beginnt. 
Der Alibiguru Stefan Eiben erzählt dem Reporter, wie ein persönliches Treffen mit einem Kunden in Wirklichkeit aussehen würde und das eine Tarnung garnicht notwendig wäre. Über 95% der Kunden buchen direkt über die Webseite und sprechen telefonisch die Details ab, wobei ein persönliches Gespräch im Büro auch jederzeit vereinbart werden kann. 
Die gleiche Szene wird in etwa 6 mal aus verschiedensten Perspektiven gedreht, um im Film einfach genügend Szenenwechsel zu erhalten. 
Ständig wird Bild und Ton kontrolliert und sollte gerade in dem Augenblick ein Zug in der Nähe vorbei fahren, ein Hubschrauber kreisen, oder ein Passant in das Bild laufen, so fangen wir einfach von vorne an. 
Und das gleiche nochmal von rechts.  
Und natürlich von links. Tja, auch so kann ein Tag als Alibi-Profi ablaufen. Hin und wieder wirken auch Mitarbeiter der Agentur in einigen Filmen mit. Wobei wir natürlich immer wage von unseren Möglichkeiten berichten können, ohne wirklich in die Details zu gehen.  
Stefan Eiben berichtet im Groben von der Tätigkeit seiner Alibi-Agentur und der Redakteur ist sichtlich erstaunt, über die Vielfalt. 
Nach über 8 Jahren Erfahrung könnte man sicher tagelang über die Gesellschaft, Moral, Vorurteile und Gründe zur Nutzung von Alibis für die eigene Freiheit sprechen. 
Und so läuft und läuft man durch den Park, während das Team im Hintergrund permanent die Einstellungen überprüft und mit der Kamera folgt. 
In Köln bot sich bei dem schönen Wetter an, einige Aufnahmen auf dem Tretboot zu machen, was auch mächtig Spaß mit dem tollen Team gemacht hat. 
Nach stundenlangen Gesprächen muss auch mal Zeit für eine Erfrischung sein. 
Die Tretboottour haben Kamera und Tonaufnahme überstanden, doch hier auf dem Baum wurde es schon brenzliger. 
Dennoch hat sich der Aufwand gelohnt und die 5 Stunden Arbeit sind wie im Fluge vergangen. Rausgekommen ist ein ca. 4 minütiger Film, der im TV zu sehen ist. 
Jetzt noch schnell ein paar Enten füttern, bevor wir uns selber entspannen und ausgehungert zum Essen gehen. 



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