Alibiagentur

Perfekte Alibis

Alibis, Ausreden und Vorwände - Ausreden Agentur

Stefan Eiben, geboren 1974, lebt in Bremen / Oldenburg und arbeitet als Freiraumbeschaffer, Redakteur und kreativer Ideengeber. Als gelernter Wirschaftsassistent - Informatik und Systemadministrator lernte er das www schon früh kennen und ergänzte seine Ausbildung durch ein Studium der Finanzwirtschaft. Er arbeitete anfangs bei einer Softwarefirma, aber machte sich früh als Unternehmens- und Finanzberater selbstständig, bevor er seine eigene Internetfirma gründete. Die Idee mit der Alibi-Agentur entstand in privaten Gesprächen mit Freunden und zuerst selber nicht an deren Erfolg geglaubt, entwickelte sich die Nachfrage nach perfekten Alibis enorm.

Journalistisch arbeitet er für einen Verlag aus Hannover und bekommt somit ständig neue Impulse und Möglichkeiten, seinen Alibi-Service weiter auszubauen. Nicht weniger als 100 Ansprechpartner stehen weltweit für den reibungslosen Alibi Ablauf zur Verfügung, sowie ein Team von Programmierern, Designern und Strohmänner /-frauen und ermöglichen somit auch "unmöglichste" Fälle.

Er sammelte bereits mit 20 Jahren Erfahrung vor der Kamera, die ihm heute bei den regelmäßigen TV-Auftritten zugute kommen.


Ein sehr persönliches und leicht gekürztes Interview mit Stefan Eiben:

Redakteur: Erstmal, wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Alibi Agentur zu gründen?
Eiben: Das war 1999. Eine fixe Idee, die in einer kleinen privaten Runde entstanden ist, wo Freunde mir erzählten, dass Sie sich von Zuhause die "Erlaubnis" zum Weggehen einholen müssen. Natürlich spricht man sich in einer Beziehung ab, aber "Erlaubnis einholen", das käme für mich nicht in Frage.

Redakteur: Und dann haben Sie Webseite erstellt und überall Werbung geschaltet, oder wie ging es weiter?
Eiben: Nicht ganz, damals hatte ich eine Internetfirma und habe zwar erstmal eine kleine Webseite online gestellt, wo ich Lösungen für solche Probleme anbiete, aber nicht im geringsten damit gerechnet, dass die Tätigkeit so umfangreich sein würde. Hätte mir das damals jemand gesagt, hätte ich es wahrscheinlich nicht angefangen (lacht).

Redakteur: Wissen Sie noch, wer ihr erster Kunde war?
Eiben: Ja, zu meiner damaligen Verwunderung eine Frau, welche einen sehr außergewöhnlichen Fall hatte, der nichts mit Affäre oder Seitensprung zu tun hatte.

Redakteur: Wie sind die Leute auf Sie aufmerksam geworden?
Eiben: Sehr schnell durch die Medien. Es dauerte nicht lange, da haben die umliegenden Länder wie BBC, London Times, Italien Kurier und RTR über meine Alibi Agentur berichtet. Und anschließend kamen RTL, Sat1, ZDF, ARD, 3Sat, FAZ und viele, viele weitere.

Redakteur: Hatten oder habe Sie manchmal moralische Bedenken in Ihrem Job als Alibi-Geber?
Eiben: Die hätte ich nur, wenn ich es nicht machen würde. Nach einem halben Jahr, habe ich damals die Webseite von einem auf den anderen Tag gelöscht, weil die Arbeit zuviel wurde. Ich bin zu nichts anderem mehr gekommen und wusste selber überhaupt nicht, ob ich überhaupt einen Alibi Service führen möchte. Es war ja schließlich nur eine Idee aus einer fixen Laune heraus. Jedenfalls habe ich sehr, sehr viele Mails mit Lebensgeschichten und Anrufe bekommen, wo ein solcher Service händeringend benötigt wurde, so dass ich den Alibi Service nach einigen Monaten wieder online geschaltet habe. Erstmal wieder nur halbherzig, bis irgendwann klar war, dass ich den Alibi-Profi absolut professionell mit allen technischen Möglichkeiten und hervorragenden Partnerfirmen ausbauen werde.

Redakteur: Also sind Sie sozusagen von den Kunden dazu gebracht worden, Ihre Idee voran zu treiben?
Eiben: Genau, wir besaßen alle Möglichkeiten, soetwas ganz wasserdicht auf die Beine zu stellen. Unheimlich viele Kontakte zu ergänzenden Partnern, aber den richtigen Anstoß habe ich erst durch die Anrufer mit Ihren Schilderungen, Bitten und sehr offenen Mails erhalten.

Redakteur: Nun sind Sie bereits 8 Jahre im Geschäft und können Sie da überhaupt noch an die Treue und Ehrlichkeit glauben?
Eiben: Selbstverständlich und auch an Vertrauen, Ehre und das eigene Wort nicht zu brechen, wie sicher auch viele meiner Kunden. Das eine hat mit dem Anderen nicht viel zu tun. Wir alle lügen jeden Tag im Durchschnitt 200 Mal. Häufig, um jemanden nicht zu verärgern, sich besser darzustellen, seine Privatsphäre zu schützen und sein Umfeld im Gleichgewicht zu halten. Mit Ihrer Frage meinen Sie nur das Alibi für den Seitensprung, wobei sich zum Einen über 70% unserer Tätigkeit sich mit völlig anderen Themen beschäftigt und zum Anderen auch bei einer außerehelichen Affäre Gründe hinterstecken, wo man dieses eventuell gut nachvollziehen kann. Im Grunde hat jeder das Recht, über sein Privatleben selber zu bestimmen und diese Option bieten wir an.

Redakteur: Sie und Ihre Mitarbeiter der Alibiagentur können also professionell Lügen?
Eiben: Generell bin ich ein sehr schlechter Lügner. Für mich selber könnte ich nicht lügen und würde sicher schnell auffliegen, aber für eine Dritte Person, ist das etwas völlig anderes. Das ist eine Rolle, in die ich, ein Mitarbeiter, oder eine Mitarbeiterin schlüpft, wo kein persönlichen Bindungen bestehen und wo man absolut realistisch und glaubwürdig auftreten kann.

Redakteur: In einer TV-Sendung sprach Ihnen ein Pastor die Absolution für Ihre geschilderten Fälle aus. Bestätigt es Sie in Ihrer Tätigkeit?
Eiben: Nahezu jede Rückmeldung unserer Kunden bestätigen uns in unserem Job. Wir klären Missverständnisse auf, retten Beziehungen, schützen Privatsphären und verhelfen jeden dazu, sich sein Leben nicht von anderen bestimmen zu lassen.

Redakteur: Was sind Ihre außergewönlichsten Fälle?
Eiben: Jedes "permanente Alibi", sozusagen das perfekte Doppelleben über Monate oder Jahre ist ein außergewöhnliches Alibi. Hin und wieder haben wir auch Krebskranke und HIV-Patienten, die Alibis für Ihre Arzttermine brauchen, weil das eigene Umfeld noch nichts der Krankheit erfahren sollte. Eigentlich haben wir alle paar Tage noch außergewöhnliche Fälle. Das kann im familiären Umfeld sein, unter Geschäftspartnern, Bekannten und Freunden.

Redakteur: Sie können sogar dafür sorgen, dass handgeschriebene original Postkarten eines Kunden aus Mexiko verschickt werden?
Eiben: Aus nahezu allen Winkeln der Erde können wir so etwas veranlassen. Möchten Sie Ostern Ostergrüße von den Osterinseln verschicken, Ihrer Ex-Freundin eine Karte aus Hawaii senden, oder vorgeben, in Peking zu sein, so bekommen wir das alles im Handumdrehen hin.

Redakteur: Alibi-VIP ist ihr neues Projekt, wo liegt hier der Unterschied?
Eiben: Eigentlich ist es etwas, was wir schon lange machen, aber auf unseren Webseiten nicht beschrieben haben. Hier sind wir sozusagen der VIP-Macher. Wir sorgen für den richtigen Auftritt unserer Kunden. Das fängt bei Blitzlichtgewitter an, geht über Vorfahren mit Chaffeur und hübscher Begleitung und hört bei Adelstitel nicht auf.

Redakteur: Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Alibiservice.
Seine Agentur Alibi-Profi wurde in allen europaweiten Tests als bester und seriösester Dienstleister in dieser besonderen Branche beschrieben.
In mindestens 2 Büchern wird seine Agentur hervorgehoben ("So wirst Du ein neuer Mensch" und "Handbuch für Männer mit mehreren Frauen").

Das die Motive seiner Kunden schwerwiegende Krankheiten, extrem eifersüchtige Lebenspartner, besitzgierige Geschäftspartner genauso wie Seitenspringer, Escortagenturen und Prostituierte sein würden, kam ihm damals bei der Gründung selber nicht in den Sinn. Die Aufträge und Motive sind so vielfältig, wie es das Leben nur selbst beschreiben kann.

Internationaler "Dokumentenversand" 2007
Konsequent hat er aus einem Service, der es den Alibi Kunden erlaubt, weltweit von sich handgeschriebene Postkarten und Briefe verschicken zu lassen, ohne selber dort zu sein, ausgegliedert, um der veränderten Nachfrage gerecht zu werden. Immer mehr nutzten diesen Service, um auch ihre Kollegen, Nachbarn und der Familie einen Streich zu spielen. Firmen nutzen diesen Service, um bei Ihren Kunden eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu wecken. Seit 2007 findet man nun auf www.Alibi-Urlaub.de einen Postkartenshop der "anderen Art".

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